kurz & knackig
In dieser Ausgabe: Sicher arbeiten nach Cannabiskonsum? Überarbeitete Handlungsempfehlung, Deutscher Arbeitsschutzpreis 2026, Muskel-Skelett-Belastungen per App ermitteln, DGUV Barometer: Weniger Unfälle, hohe Zustimmung für Prävention, „Deine Wege“: Sicher mobil mit neuem DVR-Portal
Sicher arbeiten nach Cannabiskonsum?
Cannabis darf seit dem 1. April 2024 in Deutschland legal mitgeführt und konsumiert werden. Cannabis kann Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen mindern. Deshalb hat es am Arbeitsplatz nichts zu suchen! Unternehmen sollten das klar kommunizieren, etwa in einer Betriebsvereinbarung zum Suchtmittelkonsum. Unterstützung bietet die überarbeitete Handlungsempfehlung „Suchtprävention in der Arbeitswelt“ (DGUV Information 206 009), die unsere Mitgliedsunternehmen kostenfrei bei uns beziehen können.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur kostenfreien Bestellung in unserem Medienshop.
Deutscher Arbeitsschutzpreis – jetzt bewerben!
Machen Sie den Arbeitsschutz noch besser. Zeigen Sie Ihre innovativen Projekte, die Arbeit in Deutschland noch sicherer und gesünder machen. Wie? Mit der Teilnahme am branchenübergreifenden Deutschen Arbeitsschutzpreis 2026. Große Unternehmen, Klein- und Mittelbetriebe sowie Einzelpersonen können sich noch bis zum 30. Juni 2026 bewerben. Es winken jeweils 10.000 Euro Preisgeld in den vier Kategorien persönlicher, betrieblicher, strategischer Arbeitsschutz und Kultur des Arbeitsschutzes (verhaltens- und verhältnisändernde Maßnahmen).
Der Deutsche Arbeitsschutzpreis
#DASP27
Muskel-Skelett-Belastungen per App ermitteln
Die Checkliste MSB (Muskel-Skelett-Belastungen) gibt es jetzt auch als App. Mit ihrer Hilfe können Unternehmen körperliche Belastungsarten in Arbeitsabläufen erkennen und das Gefährdungspotenzial für die Beschäftigten ermitteln.
Prävention als Resilienzfaktor
Prävention stärkt Unternehmen und erhöht die Krisenfestigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Dieser Aussage stimmen sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte im aktuellen DGUV Barometer Arbeitswelt zu. Als wichtig werden konkrete Einzelmaßnahmen wie die Benennung und Qualifizierung von Ersthelfenden (94 Prozent), Brandschutzhelfenden (84 Prozent) und Sicherheitsbeauftragten (84 Prozent) erachtet.
Zurückhaltender fallen die Antworten mit Blick auf die tatsächliche Vorbereitung auf Krisen und Störfälle aus. Vergleichsweise am häufigsten halten die befragten Beschäftigten ihr Unternehmen gut auf Pandemien (64 Prozent) sowie auf Brände oder Explosionen (60 Prozent) vorbereitet. Die Hälfte vermutet das auch im Hinblick auf Cyberangriffe. Fragt man nach Szenarien wie beeinträchtigten Lieferketten, Gewaltereignissen, Naturkatastrophen oder langanhaltenden Stromausfällen, sehen nur rund ein Drittel der Befragten ihr Unternehmen gut gewappnet.
Neues Portal „Deine Wege“
Alle kommen an, niemand kommt um. Egal, wohin und womit wir unterwegs sind: Alle Verkehrsteilnehmenden sollen unfallfrei ans Ziel und zurückkommen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat dazu sein Portal „Deine Wege“ gelauncht. Interessant für Unternehmen und Verwaltungen dürfte die neue Möglichkeit zur Onlinebuchung von Trainings und Seminaren für die berufliche Mobilität sein.