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Nr. 3 / Oktober 2021

kommmitmensch endet zum 31. Dezember

Die Präventionskampagne kommmitmensch endet nach rund vier Jahren Laufzeit. Ihr Ziel, mehr Aufmerksamkeit für das Thema Kultur der Prävention zu erzeugen, wird in die reguläre Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger überführt.

In vier Jahren sind viele praxisnahe Materialien und Unterstützungsangebote für Unternehmen und Bildungseinrichtungen erarbeitet worden, die die Etablierung von Sicherheit und Gesundheit als wichtige und nachhaltige Werte erleichtern sollen.

Eine Panel-Umfrage zeigte bereits im Jahr 2014, dass die Themen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Betrieben und Einrichtungen sehr bedeutsam sind. Nahezu 100 Prozent der Leitungen/Führungskräfte und über 90 Prozent der Beschäftigten gaben an, dass Sicherheit und Gesundheit „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“ sind. Im Widerspruch dazu äußerte die Leitungsebene jedoch auch, dass in mehr als der Hälfte der Betriebe das Thema Kultur der Prävention oder der Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit nicht besprochen werden. Bei den Beschäftigten waren sogar drei Viertel der Meinung, dass diese Themen nicht angesprochen werden. Dabei optimiert ein nachhaltiger Arbeitsschutz die Betriebsabläufe sowie Geschäftsprozesse, erhält die Gesundheit aller Mitarbeitenden und reduziert darüber hinaus langfristig die innerbetrieblichen Kosten. Zudem erhöhen verbesserte Arbeitsbedingungen und eine Wertschätzung der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Motivation und senken Ausfallzeiten. Um die Kultur der Prävention zu stärken, startete die Kampagne im Herbst 2017 mit den sechs Handlungsfeldern Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Betriebsklima sowie Sicherheit und Gesundheit.

Zahlreiche Medien und Handreichungen sind im Rahmen von kommmitmensch entwickelt worden, die Betrieben und Bildungseinrichtungen eine Analyse der Präventionsarbeit ermöglichen und konkrete Hilfestellungen bieten. Bewährte Medien sind beispielsweise das Analysetool KulturCheck zu den Handlungsfeldern sowie die Dialogboxen. Diese erleichtern mit Kartensätzen und Postern den Gesprächseinstieg und die Erarbeitung von Präventionsmaßnahmen, beispielsweise zum Thema „psychische Belastungen“.

Insbesondere in der Fachwelt haben die handlungsorientierten Inhalte großen Anklang gefunden, und auch das Bewusstsein für das Thema hat sich laut Evaluation (ab Dezember in der Publikationsdatenbank der DGUV) deutlich verbessert. Einige stark nachgefragte Medien werden daher auch nach Beendigung der Kampagne verfügbar bleiben.

Das Thema Kultur der Prävention wird weiterhin eine zentrale Rolle spielen, um Prozesse und Maßnahmen für mehr Sicherheit und Gesundheit voranzubringen. Es wird nun in die reguläre Präventionsarbeit der gesetzlichen Unfallversicherung überführt und in den entsprechenden Fachbereichen und Sachgebieten angesiedelt.

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Quelle Headerbild: © DGUV / www.tomasrodriguez.de

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