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Nr. 2 / März 2026

Akkubrand im Homeoffice als Arbeitsunfall?

Beim rettenden Sprung aus dem Fenster, nachdem die Akkus seines E-Rollers zu brennen begonnen hatten, war ein Beschäftigter im Homeoffice nicht unfallversichert, urteilte das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg.
Elektro-Tretroller neben einem blauen Sofa. Pixel-Shot – Shutterstock.com

Wer im Homeoffice arbeitet und zur Selbstrettung aus dem Fenster seiner Wohnung springt, nachdem die Akkus seines E-Rollers in Brand geraten sind, steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das Ereignis stellt daher keinen Arbeitsunfall dar. Dies hat das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg entschieden (Urteil vom 9. Oktober 2025, Aktenzeichen: L 21 U 47/23).

Der Kläger war als Softwareentwickler beschäftigt. Er lebte in einer Wohnung in Berlin im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Das Wohnzimmer nutzte er als Homeoffice. Im Januar 2021 befand sich der Kläger gerade in einer Telefonkonferenz, als er bemerkte, dass Rauch in das Wohnzimmer eintrat. Er öffnete die Tür zum Wohnungsflur, um nach der Ursache zu schauen. In diesem Moment explodierten die beiden E-Roller-Akkus, die der Kläger neben seiner Wohnungstür (innerhalb der Wohnung) gelagert hatte, und es entstand eine Stichflamme. Wegen der starken Qualmentwicklung flüchtete der Kläger zum Fenster des Wohnzimmers und ließ sich schließlich vom Fensterbrett in den Innenhof fallen. Hierbei zog er sich Knochenbrüche an beiden Füßen zu. Die nachfolgenden Ermittlungen der Feuerwehr ergaben, dass der Brand auf einen Akku-Defekt zurückzuführen war.

Die Berufsgenossenschaft lehnte es ab, das Ereignis als Arbeitsunfall anzuerkennen. Die hiergegen gerichtete Klage vor dem Sozialgericht Berlin blieb ohne Erfolg.

Zur vollständigen Meldung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. Oktober 2025

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